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April 18, 2020 By nikhojchele 0

Was passiert mit der Sommerkollektion 2020?


14. April 2020 – 16:07 Uhr

Modeunternehmen streichen Aufträge in Asien

Farbenfrohe Shirts, luftige Sommerkleider und hübsche Sandalen – normalerweise könnten wir beim Shopping für den Sommer jetzt so richtig Gas geben. Derzeit sind allerdings Modeläden weltweit wegen der Corona-Krise geschlossen und bleiben somit größtenteils auf ihrer Ware sitzen. Wegen der zu erwartenden Umsatzeinbrüche streichen internationale Modeunternehmen reihenweise ihre Aufträge bei Zulieferern in Asien. Müssen Modebegeisterte nun auf die kommende Sommerkollektion verzichten?

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Online gibt es die Sommerkollektion zu kaufen

Wer sich gerne ein paar neue Kleidungsstücke für den Sommer kaufen möchte, kann trotz massiver Auftragsstreichungen in der Modebranche zunächst aufatmen. Laut des Gesamtverbands der deutschen Textil- und Modeindustrie sind die Sommerkollektionen schon vor der Corona-Pandemie produziert worden. In den Online-Shops seien sie schon erhältlich. Falls die Läden wieder unter Auflagen geöffnet werden können, würden Kunden auch dort das gesamte Sommersortiment finden. Allerdings weiß man noch nicht, was mit überschüssiger Ware passiert, die Corona-bedingt nun nicht verkauft wird.

Existenzielle Bedrohung für Näherinnen in Asien

Modejunkies hierzulande sind also von den Auftragsstreichungen in der Modebranche kaum betroffen. Doch für Näherinnen in Asien sind sie eine Katastrophe. Denn sie fertigen die Kleidung an, die später in unseren Geschäften landet. Um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, sind sie deswegen auf Aufträge angewiesen. Hunderttausende Textilfabrikarbeiter in Asien sind nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch wegen der Stornierungen nun existenziell bedroht. Betroffen seien vor allem Näherinnen, die die Kleidung für große Modeketten wie zum Beispiel C&A oder H&M fertigen.

Lieferungen für bereits fertige Waren gestrichen

Wegen der Corona-Krise haben alleine in Kambodscha nach Angaben des dortigen Arbeitsministeriums mehr als 110 Bekleidungsfabriken ihre Produktion ausgesetzt. Knapp 100.000 Arbeiter und Arbeiterinnen sind davon betroffen. Viele Modeunternehmen haben sogar Bestellungen gestrichen, die bereits fertig hergestellt sind. Laut Aruna Kashyao, Rechtsberaterin bei Human Rights Watch, nutzen internationale Firmen bestehende und faire Einkaufspraktiken aus, um sich vor Verlusten zu schützen. Für Näherinnen in Ländern wie Kambodscha, Myanmar und Bangladesch bedeute das: kein Lohn für bereits geleistete Arbeit, denn ihren Arbeitgebern fehlen dafür die Auftragszahlungen.

C&A begründet mit höherer Gewalt

Auch der deutsche Moderiese C&A hat seine Aufträge in Asien zurückgenommen. In einem Brief vom 23. März an einen Zulieferer in Kambodscha erklärte das Unternehmen dies mit höherer Gewalt. In solchen Fällen sei es gerechtfertigt, wenn sich das Unternehmen nicht an seine vertraglichen Verpflichtungen gebunden fühle. Menschenrechtsorganisationen kritisieren diese Begründung.

H&M habe laut eigenen Angaben nicht versucht, bereits gefertigte Aufträge zu widerrufen und werde für diese Produkte gemäß der vereinbarten Zahlungsbedingungen bezahlen. Die Corona-Krise hätte jedoch Auswirkungen auf die Bestellungen bei Zulieferern.

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NEUE FOLGE: RTL.de-Doku “Stunde Null – Wettlauf mit dem Virus: Wie besiegen wir Corona?”

Im zweiten Teil der RTL.de-Doku “Stunde Null – Wettlauf mit dem Virus” stellen wir die Frage: Wie besiegen wir Corona? Dafür gleichen die Autoren die verschiedenen Maßnahmen einzelner Länder rund um den Globus mit den aktuellen Empfehlungen von Forschern ab.



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